Programm 2022

playground4

Datum: 28. Januar
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Kulturscheune

playground4, ein internationales Quartett hochkarätiger Musikerinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz überrascht mit sorgfältig orchestrierten, aussergewöhnlichen Klängen und Spieltechniken, mit farbenreicher Harmonik, packenden Grooves und filigranen Melodien. Mal ästhetisch, mal quirlig, der musikalische Spielplatz bietet Raum für ein intelligentes kollektives Interplay und kontrastreiche Solopassagen. Das “Composers Collective” kreiert so einen reichhaltigen „Melting Pot“ an Klängen und Rhythmen – eine Musik, die den Sog des kreativen Augenblicks spüren lässt!

Stephanie Wagner (flute, effects, comp)
Esther Bächlin (piano, comp)
Gina Schwarz (bass, comp)
Ingrid Oberkanins (percussion, hang, comp)

Zsofia Boros

Datum: 28.Januar
Zeit: 20.30 Uhr
Ort: Katholische Kirche

Zsófia Boros Gitarrenspiel ist feinsinnig und zurückhaltend, untermalt mit einer melancholischen Note. Das Feinsinnige in Ihrem Spiel entfaltet sich bei genauem Hören als stille Virtuosität. Ihre Zurückhaltung entsteht ganz natürlich aus dem Wissen um die eigene Fähigkeit mit dem Instrument eine Einheit zu bilden, um so Virtuosität nie über die Musik zu erheben. Die Melancholie der Zsófias Boros ist süß, bittersüß; ihre Darbietung schärft Konzentration und Wahrnehmung und die dadurch entstehende feine Schwingung erzeugt ein zartes Glücksgefühl.

Die in Wien lebende ungarische Musikerin hat bei ECM New Series eine neue Heimat gefunden.

Zsófia Boros (g)

Larry Grenadier

Datum: 28.Januar
Zeit: 21.45Uhr
Ort: Katholische Kirche

Larry Grenadier ist einer der herausragendsten Bassisten in der internationalen Jazzszene.

Als Sideman steht er seit Jahrzehnten hoch im Kurs, gilt als einer der gefragtesten Musiker des Jazz und ist auf den Bühnen dieser Welt omnipräsent.

2019 veröffentlichte er unter dem renommierten Jazzlabel ECM seine erste CD unter eigenem Namen, welches er bei unserem Musikfestival präsentieren wird.

«Der Prozess zu diesem Album begann mit einem Blick nach innen, einer Grabung in den Kernelementen meiner Persönlichkeit als Bassist. Es war die Suche nach einem Zentrum und der Farbe des Klangs, nach dem Kern der musikalischen Identität – what a trip!»

Larry Grenadier (b)

Marc Méan

Datum: 29. Januar
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Klavierwerkstatt

Das neue Projekt des Pianisten Marc Méan ist gleichzeitig eindringlich und gedämpft. Noise, Lo-Fi-Elektro und erdiges Ambient kondensieren zu einer schummrigen Soundwolke mit diversen Anspielungen.

Es ist ein dramatischer Soundtrack, den Marc Méan hier vorlegt. Mal sieht man ein verwunschenes Märchen vor sich, mal einen düsteren Thriller.

Marc Méan, 1985 in der Schweiz geboren, begann im Alter von 7 Jahren klassisches Klavier am Konservatorium von Vevey zu studieren. 2008 schloss er sein Studium am Konservatorium Lausanne in der Sektion Jazz ab, wo er bei Baenz Oester, Thierry Lang, Yannick Délez, Matthieu Michel und Emil Spanyi studierte ….

Marc Méan (p, keys, elec)

Things are going down

Datum: 29.Januar
Zeit: 19.30 Uhr
Ort: Klavierwerkstatt

Während Schlagzeuger Peter Conradin Zumthor unverdrossen seine raschen Repetitionen anschlägt – nicht mehr als insgesamt fünf „b“-Tasten in verschiedenen Lagen werden in 46 Minuten ausgelöst – beginnt René Waldhauser die Saiten mit dem Stimmschlüssel langsam herunterzudrehen.

Welche Überlagerungen, welche akustischen Verwirbelungen dabei entstehen, ist im Einzelnen kaum voraussehbar.

Von Minute zu Minute verändert sich dabei das Verhältnis zwischen Grund- und Obertönen, zwischen perkussiven, rauschenden, dröhnenden, klirrenden und schließlich knisternden Geräuschanteilen. Aufgrund der abnehmenden Saitenspannung geht die Lautstärke immer weiter zurück. Erst in den letzten rund fünf Minuten zieht Waldhauser die Saiten bis knapp auf ihre Ausgangshöhe wieder hinauf. Die Schlussphase bringt somit nicht nur die Umkehr des Abwärtsdrifts, sondern auch eine starke Beschleunigung der Vorgänge.

Text von Anselm Cybinski  
Peter Conradin Zumthor , Klavier
René Waldhauser, Stimmhammer

Duo Doyna

Datum: 29. Januar
Zeit: 20.30 Uhr
Ort: Kulturscheune

Annette Maye und Martin Schulte sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Klezmermusik neu, offen und äusserst unterhaltsam interpretiert werden kann. Die vielseitige Ausbildung der beiden Musiker sowie ihre Vernetzung im Bereich des Jazz, der improvisierten und der zeitgenössischen Musik sind hier die Werkzeuge der Transformation. Die Themen werden improvisatorisch frei behandelt, teilweise dekonstruiert oder reharmonisiert. In der Miniaturbesetzung ohne Rhythmusgruppe experimentiert das Duo Doyna gerne mit diversen Variationen von rhythmischen Strategien.

Annette Maye (Klarinetten)
Martin Schulte (Gitarre)

Fido Plays Zappa

Datum: 29. Januar
Zeit: 21.30
Ort: Hebdi Boulderhalle

Seit mittlerweile zwanzig Jahren widmet sich die Basler Formation Fido Plays Zappa dem imposanten OEuvre des genialen musikalischen Großmeisters Frank Zappa (1940-1993). Dies belegen sechs Alben sowie zahllose, stets ausverkaufte Live-Shows in ganz Europa.

Fido bringen dabei live die gleiche Mischung aus Genie und Wahnsinn auf die Bühne, die schon Frank Zappa so unvergleichbar machte.
Dabei gehen die sieben Musiker stets stilsicher, humorvoll, virtuos und mit großer Eigenständigkeit im interpretatorischen Ansatz vor. Sie zelebrieren ihre unbändige Leidenschaft für die Musik Zappas, suchen (und finden) improvisatorische Freiräume und bedienen sich gekonnt der musikalischen Vielfalt und des kompositorischen Humors der Originale. „Es ist ein schmutziger Job, aber einer muss ihn ja schließlich machen“

Dave Muscheidt (Vocals) 
Martin Medimorec (Vibraphone, Marimba, Percussion) 
Oli Friedli (Piano, Keys) 
Stef Strittmatter (Guitar & Vocals) 
Pascal Grünenfelder (Bass & Vocals, Arrangements) 
Remy Sträuli (Drums & Vocals)
Dave Blaser (Trumpet)

Elina Duni & Rob Luft

Datum: 30. Januar
Zeit: 14.00 Uhr
Ort: Kulturscheune

Songs Of Love & Exile

Elina Duni, mehrfach ausgezeichnete (u.a. Schweizer Musikpreis 2017) Sängerin, Musikerin, Komponistin. Geboren in Tirana, Albanien, ist im Alter von 11 Jahren in die Schweiz übergesiedelt.

Über Klavierstudium (klassisch) begann sie sich mit Volksliedern ihrer Heimat und anderer Balkanländer auseinanderzusetzen. Heute singt sie diese in eigenen Arrangements, aber auch in den Originalsprachen und bringt ganz ungewohnte Farben in den Jazz. Ihre letzten Alben erschienen beim renommierten Münchner ECM-Label.

Für dieses neue Projekt hat sich Elina Duni mit Rob Luft zusammengetan, BBC New Generation Artist und einem der Rising Stars der boomenden zeitgenössischen Londoner Jazzszene. Lufts Spiel klingt nach der Lebensfreude Westafrikas, nach keltischem Folk und zartem Minimalismus, und sein origineller und heiterer Sound ist die perfekte Ergänzung zu Elinas Gesang. Zusammen nehmen sie uns mit auf eine Reise durch zeitlose Folk Songs, die auch heute noch ganz echt klingen, sowie durch ihre gemeinsam geschriebenen Lieder zu aktuellen Themen die uns alle angehen.

Elina Duni, voice

Rob Luft, guitar


Katom Quintett

Datum: 30. Januar
Zeit: 17.30 Uhr
Ort: Kulturscheune

Knisternde Spannung schaffen die fünf aus allen Ecken der Welt stammenden Bandmitglieder mit ihrer intensiven, kreativen Musik.

Streckenweise eine grandiose Verschmelzung von Gesang und Trompete, eine stupende Kombination von Ambient und Jazz mit auskomponierten Passagen und viel glanzvoller Improvisation. Dies charakterisiert ihr spezielles, schönes und sphärenhaftes musikalisches Universum. Der Sound ist hörbar in fliessender Entwicklung und verbreitet Aufbruchsstimmung, während die Instrumente mit Verve von ihren üblichen Rollen befreit werden. Eine faszinierende Erfahrung!

James McClure-Trumpet
Francesca Gaza-Voice
Martin Theurillat-Guitar
Nadav Erlich-Bass, Composition
Jordi Pallarés-Drums